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XMAS25

Veröffentlicht

01.12.2025

Lesezeit

4 min.

Autorin

Sydney Heine

Protein-Mangel oder -Overload?

Seit ein paar Jahren ist das Thema Proteine in der Locken-Community riesig geworden – aber eigentlich betrifft es jeden, der sich gesundes, kräftiges, langes Haar wünscht. Unser Haar besteht zu rund 90 % aus Proteinen, hauptsächlich Keratin. Deshalb ist es so wichtig zu verstehen, wie wir die Haarstruktur pflegen, stabilisieren und langfristig gesund erhalten können.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie Proteine in der Haarpflege funktionieren, wie du Mangel und Overload erkennst und wie du Haarmasken so anwendest, dass dein Haar wirklich davon profitiert.

Warum Proteine in der Haarpflege?

Ganz einfach erklärt, stell dir Proteine im Haar wie winzige Bausteine vor, die dein Haar stark, elastisch und glänzend machen. Mit der Zeit verliert das Haar allerdings Teile dieser Bausteine, wie zum Beispiel durch UV-Strahlung, Salzwasser, Chlor, häufiges Waschen (ja, auch Shampoo + Wasser haben Einfluss) und durch alle Formen von Hitze-Styling oder mechanischer Reibung (Haare bürsten oder beim Schlafen auf dem Kopfkissen). Dabei brechen die feinen Proteinstrukturen auf, essentielle Aminosäuren gehen verloren – und genau das schwächt die Stabilität deiner Haarfaser.

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Das Haar kann Feuchtigkeit schlechter halten, es verliert Glanz, fühlt sich trocken oder gummiartig an und im schlimmsten Fall bricht es sogar. Gute Haarpflegeprodukte – vor allem Haarmasken – geben dem Haar die Bausteine zurück, die es über Monate und Jahre verliert. Das ist der Grund, warum Proteinpflege kein Trend ist, sondern ein echtes Muss, wenn du langfristig gesundes Haar willst.

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Was sind Proteine in Haarprodukten?

Proteine in der Haarpflege können sowohl pflanzlichen als auch tierischen Ursprungs sein. Oft liest du in INCIs Begriffe, die schwer zuzuordnen sind – gerade wenn kein Vegan-Label drauf ist. Tierische Proteine wie Keratin, Seide oder Collagen ähneln dem menschlichen Haar am stärksten. Pflanzliche Proteine sind z. B. Weizen, Reis, Hafer oder Soja. Proteinquellen werden oft hydrolysiert, also chemisch in kleinere Partikel aufgebrochen, damit sie tief in die Haarstruktur eindringen können. Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Wichtig ist nur, dass du verstehst, welche Proteine wie wirken – und ob sie zum Zustand deiner Haare passen.

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Welche Proteine gibt es in der Haarpflege?

In der professionellen Haarpflege unterscheidet man verschiedene Proteine, die unterschiedliche Rollen erfüllen:

  • Keratin – der Klassiker, am nächsten am menschlichen Haar. Ideal zum Reparieren & kitten der Schuppenschicht (Keratin in den PUR HAIR Colour Refreshing Masks enthalten).

  • Elastin – sorgt für Spannkraft und Elastizität.

  • Glykoproteine – spenden gleichzeitig Feuchtigkeit und helfen bei Flexibilität und Stärke.

  • Aminosäuren – die kleinsten Bausteine; sie dringen überall ein und füllen Mikrolücken (DECA-AMINO-PLEX überall in der PUR HAIR Organic Serie enthalten).

  • Collagen – unterstützt Geschmeidigkeit und Feuchtigkeitsbindung.

  • Seidenproteine – geben Glanz, Geschmeidigkeit und eine seidenweiche Haptik.

  • Pflanzliche Proteine wie Weizen, Hafer, Reis, Soja – sanfter, leichter, weniger „overloading".

Gerade Aminosäuren sind für Protein-Anfänger ideal, da sie das Haar nicht so leicht überladen und sich flexibel an viele Bindungsstellen anlagern. Stell dir Proteine wie Schraubenlöcher vor: Jede Aminosäure (individuelle Schraube) passt an eine andere Stelle – die Vielfalt ermöglicht eine echte Reparaturarbeit.

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Kann ich Proteine durch eine Ei Haarmaske zuführen?

Theoretisch ja – praktisch nein. Rohes Ei auf dem Kopf ist ein uralter Haushaltstipp, aber: Es ist unhygienisch, riecht unangenehm, bindet sich nicht tief genug im Haar und birgt sogar ein Salmonellenrisiko. Außerdem ist es schlicht Verschwendung von Lebensmitteln. Moderne, vegane oder nicht-vegane Proteinmasken liefern dir denselben Effekt – nur sicherer, effektiver und viel präziser in der Wirkung.

Welche Proteine sind gut fürs Haar?

Alle – aber nicht für jeden gleich. Wenn du bereits Plex-Produkte (z. B. Olaplex oder Magic Plex 3 Bond Obtainer) nutzt, dann ist dein Haar bereits sehr stark in seinen Querverbindungen (Disulfidbrücken) oder Längsverbindungen gestärkt wurden. In diesem Fall solltest du zusätzliche Proteinmasken vermeiden, da es sonst schnell zu einem Overload kommen kann.

Wenn du ohne Bonding-Produkte deine Haare pflegst, kannst du frei wählen zwischen tierischen Proteinen, die besonders effektiv und reparierend wirken oder pflanzliche Alternativen, die sich auch gut mit dem Haar binden können. Für Protein-Einsteiger sind Aminosäuren die beste Wahl – superleicht, tiefenwirksam und ideal, um die Haarstruktur wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Nahaufnahme einer Hand, die mit einer Holzbürste durch langes Haar gleitet – sanftes Entwirren für glatte, gepflegte Längen.

Die Unterschiede zwischen Protein-Mangel und Protein-Overload

Beide Zustände können auf den ersten Blick ähnlich wirken, aber die Tests im nassen Zustand verraten viel.

Proteinmangel:

  • das Haar ist gummiartig

  • hohe Dehnbarkeit, aber wenig Rückfederung

  • dehnt sich über und reißt leicht

  • wirkt platt, formschwach, hält Locken/Wellen schlecht

Protein-Overload:

  • wirkt trocken, strohig, spröde

  • schlechte Kämmbarkeit

  • fühlt sich hart oder „knirschend” an

  • wirkt glanzlos und widerspenstig

  • bricht schnell ohne große Dehnung

Der Unterschied liegt also darin, ob das Haar zu elastisch oder zu fest und trocken ist.

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Unsicher, ob du Proteine brauchst? Mach den Selbsttest

1. Elastizität im feuchten Zustand checken:

• Dehnt sich das Haar sehr und reißt dann? → Proteinmangel

• Reißt es sofort? → Proteinoverload

• Schnellt es nach leichtem Ziehen zurück? → Perfekte Balance

2. Porosität beobachten:

• Hohe Porosität → braucht Proteine und Feuchtigkeit

• Mittlere Porosität → abwechselnde Pflege

• Niedrige Porosität → eher Feuchtigkeit, Proteine nur sparsam

3. Haarverhalten im Alltag:

• Keine Sprungkraft, kein Halt der Locken oder Wellen → Mangel

• Spröde, Widerspenstig, strohige Oberfläche → Overload

• Viel Haarbruch → beides möglich → Elastizität prüfen

Proteinmangel

Protein-Overload

Frizz

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Platt, kraftlos, Formverlust

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Schwer kämmbar, trocken, hart

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Hohe Porosität

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Feuchte Faser dehnt sich endlos

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Feuchte Faser bricht ohne Dehnung

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Häufiges Blondieren oder Färben

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Häufiges Haarewaschen oder Hitzestyling

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Was tun, wenn ich zu viel Proteine in meinem Haar habe?

Wenn sich dein Haar fest, stumpf und spröde anfühlt, braucht es vor allem eines: Feuchtigkeit. Setze ein paar Haarwäschen lang komplett auf Produkte ohne Protein. Greif stattdessen zu Aloe Vera, Glycerin, Hyaluronsäure, Panthenol oder nährenden Ölen wie Arganöl und Jojoba.

Gib deinem Haar eine feuchtigkeitsspendende Maske und lass sie lang genug einwirken – 8–15 Minuten wirken hier oft Wunder. Erst wenn dein Haar wieder elastisch ist und geschmeidig fällt, kannst du Proteine langsam zurück in die Routine holen.