Anwendung von Haaröl

Themen des Artikels
Geschmeidig ohne fettigen Ansatz
Wie wirkt Haaröl?
Welche Haartypen profitieren von der Anwendung von Haaröl?
Wie bemerke ich trockene Haare und Haarspitzen?
Welches Öl ist gut für welchen Haartyp?
Wie wende ich Haaröl richtig an?
Kopfhautkur mit pflanzlichen Ölen
Haaröl ins nasse oder in trockenes Haar?
Was sind die Vorteile der Anwendung von Haaröl auf getrocknetem Haar?
Wende ich Haaröl vor oder nach dem Föhnen an?
Wie oft sollte man Haaröl anwenden?
Kann ich Haaröl über Nacht einwirken lassen?
Veröffentlicht
03.12.2025
Lesezeit
6 min.
Autorin
Sydney Heine
Geschmeidig ohne fettigen Ansatz
Haaröl kann ein wahres Geschmeidigkeits-Elexir für gesundes, glänzendes Haar sein. Aber nur, wenn du weißt, wie du es richtig einsetzt. Viele haben Angst vor einem fettigen Ansatz oder beschwerten Längen, dabei kann ein gut formuliertes Öl dein Haar weicher, geschmeidiger und widerstandsfähiger machen als jedes andere Pflegeprodukt.
In diesem Guide zeige ich dir, wie Haaröl wirklich wirkt, welcher Haartyp davon profitiert und wie du es so anwendest, dass dein Haar glänzt, ohne je ölig auszusehen.

Wie wirkt Haaröl?
Haaröl ist viel mehr als ein hübsches Finish-Produkt – es ist ein echtes Essential, wenn du dein Haar langfristig geschmeidig, glänzend und gesund erhalten möchtest. Pflanzliche Öle ähneln dem natürlichen Sebum deiner Kopfhaut am meisten. Genau deshalb können sie so effektiv wirken: Dein Haar erkennt diese Lipide quasi als „körpereigen“ und nimmt sie besonders gut auf. Dadurch gelangen wertvolle Fettsäuren und Antioxidantien dorthin, wo sie gebraucht werden – in die äußere Schuppenschicht und teilweise sogar in die tieferen Haarlagen.
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Was viele unterschätzen: Für Elastizität und Geschmeidigkeit braucht jedes einzelne Haar einen gewissen Lipidanteil. Diese pflanzlichen Fette bilden einen Schutzfilm, verhindern Feuchtigkeitsverlust und geben dem Haar seine typische Weichheit. Doch durch häufiges Waschen, UV-Strahlung, Hitze und Chlor- oder Salzwasser gehen diese Lipide nach und nach verloren. Selbst die amorphe Keratinstruktur kann dadurch austrocknen und an Widerstandskraft verlieren.
Ein hochwertiges Haaröl wirkt hier wie eine gezielte Gegenmaßnahme. Es füllt fehlende Lipide wieder auf, stärkt die äußere Struktur und verleiht deinem Haar neuen Glanz – ganz ohne beschwerendes Gefühl. Genau deshalb sollte ein gutes Öl fester Bestandteil deiner Routine sein, besonders wenn du trockenes, strapaziertes oder langes Haar pflegen möchtest.

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Welche Haartypen profitieren von der Anwendung von Haaröl?
Haaröl unterstützt die Regeneration der Haarfaser, indem es fehlende Lipide, Vitamine und wertvolle Fettsäuren wieder zuführt – genau die Nährstoffe, die poröses oder strapaziertes Haar dringend braucht. Dadurch verbessert sich die Elastizität, die Schuppenschicht wird geglättet und Haarbruch kann deutlich reduziert werden. Gleichzeitig wird das Haar spürbar geschmeidiger, widerstandsfähiger und leichter kämmbar. Besonders die empfindlichen Haarlängen profitieren, weil sie besser vor Austrocknung, Reibung und alltäglichen Umwelteinflüssen geschützt sind. Zusätzlich stärkt Haaröl die natürliche Feuchtigkeitsbarriere, sodass dein Haar seinen Glanz länger behält und insgesamt gesünder wirkt.
Ideal für lange Haare, da Haarlängen und Spitzen natürlicherweise weniger Sebum abbekommen und schneller austrocknen.
Perfekt für naturlockige und wellige Haarstrukturen, die von Natur aus trockener sind und Lipide besonders schnell verlieren.
Unverzichtbar für blondierte, gefärbte oder keratinbehandelte Haare, weil deren Struktur stärker porös und empfindlich ist.
Besonders geeignet für stark poröse Haare, die Feuchtigkeit kaum halten können und schnell stumpf oder strohig wirken.
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Wie bemerke ich trockene Haare und Haarspitzen?
Trockene Haare und Spitzen erkennst du daran, dass sie schneller brechen, zu Spliss neigen und sich stärker verknoten. Die Enden wirken strohig, matt und lassen sich kaum noch formen. Oft fühlen sie sich rau an und verlieren spürbar an Elastizität – ein klares Zeichen für fehlende Lipide und Pflege.
Welches Öl ist gut für welchen Haartyp?
Jojobaöl: Dieses Öl ist dem Sebum deiner Kopfhaut am ähnlichsten und wirkt dadurch besonders ausgleichend. Es eignet sich perfekt für feines bis normales Haar, das schnell fettet, aber trotzdem Pflege in den Spitzen braucht. Jojobaöl glättet die Schuppenschicht, macht das Haar weich, ohne zu beschweren, und hilft, sprödes Haar wieder elastischer zu machen.
Arganöl: Ideal für trockenes, dickes oder coloriertes Haar, das zusätzliche Geschmeidigkeit und Schutz braucht. Arganöl ist reich an Antioxidantien, Vitamin E und ungesättigten Fettsäuren, die das Haar intensiv nähren und die Haarfaser stärken. Es sorgt für langanhaltenden Glanz, schützt vor Hitze und reduziert effektiv Haarbruch sowie Frizz.
Kokosöl: Perfekt geeignet für hochporöses Haar oder stark geschädigte Spitzen, da es tief in die Haarfaser eindringen kann. Kokosöl beugt Proteinverlust vor und repariert spröde Strukturen von innen heraus. Besonders Locken profitieren, weil es die natürliche Spirale definiert und die Feuchtigkeit länger bindet.
Rizinusöl: Ein echtes Power-Öl für Haarwachstum, dichter wirkende Haarlängen und kräftigere Haarwurzeln. Es wirkt antibakteriell, beruhigt die Kopfhaut und unterstützt die Regeneration geschwächter Haarfollikel. Ideal für dünner werdendes Haar, brüchige Spitzen oder besonders strapazierte Längen.
Macadamiaöl: Dieses Öl ist perfekt für dickes, widerspenstiges oder hitzegestresstes Haar. Es gleicht Feuchtigkeitsverluste aus, macht das Haar extrem samtig und verleiht eine seidige Oberfläche. Die enthaltenen Fettsäuren wirken wie ein natürlicher Schutzfilm gegen UV-Strahlen, Föhnen und mechanischer Reibung.
Weizenkeimöl: Dank seines extrem hohen Vitamin-E-Gehalts eignet es sich wunderbar für empfindliches, trockenes oder coloriertes Haar. Es stärkt die Haarstruktur, wirkt antioxidativ und unterstützt die Kopfhaut dabei, gesund und ausgeglichen zu bleiben. Gleichzeitig schenkt es dem Haar spürbare Elastizität und natürlichen Glanz.
Unser PUR HAIR Organic Healing Oil vereint in seinen Inhaltsstoffen diese wertvollen Argan-, Weizenkeim- und Macadamiaöle in einer hochwirksamen, ultraleichten Formel und hinterlässt dein Haar nicht nur samtig und glänzend, sondern auch herrlich duftend nach warmer Vanille.
Wie wende ich Haaröl richtig an?
Damit Haaröl seine volle Wirkung entfalten kann, kommt es auf die richtige Anwendung an und die ist einfacher, als viele denken. Grundsätzlich hast du zwei Methoden: Du kannst Haaröl im feuchten Zustand oder im trockenen Zustand verwenden. Im feuchten Haar sorgt es für Pflege, Geschmeidigkeit und Schutz, im trockenen Haar vor allem für Glanz und ein glattes Finish.
Je nach Haardicke reichen 1–2 Pumpstöße oder ein paar Tropfen zum Auftragen, die du zuerst in den Handflächen verreibst. Beginne immer in den Spitzen, denn dort braucht dein Haar am meisten Unterstützung. Arbeite das Öl sanft in die Längen ein und streiche nur den minimalen Rest bis maximal auf Ohrhöhe, so verhinderst du einen fettigen Ansatz.
Wenn du schnell fettendes Haar hast, ist weniger mehr. In diesem Fall kann es sogar sinnvoller sein, das eigene Sebum der Kopfhaut bewusst in die Längen zu bürsten. Dein natürliches Sebum ist biologisch perfekt auf dein Haar abgestimmt und schützt es ohne Risiko des „Überfettens“. Möchtest du trotzdem Haaröl verwenden, dann unbedingt nur im feuchten Haar, wo es sich besser verteilt und nicht beschwert.
Was für dich wichtig zu wissen ist, dass die meisten Haaröle silikonhaltig sind und nicht für die Kopfhaut entwickelt wurden, sondern für Längen und Spitzen. Hier wirken sie am effektivsten und sorgen für gesundes, samtig-weiches Haar.

Kopfhautkur mit pflanzlichen Ölen
Für die Kopfhaut eignen sich ausschließlich reine, kaltgepresste pflanzliche Öle, da herkömmliche Haaröle häufig Silikone enthalten und nicht für die Haut entwickelt wurden. Für eine Kur genügt bereits etwa ein Teelöffel, diese Tropfen kannst du sanft auf die Kopfhaut auftragen und in sie einmassieren. Du kannst das Öl entweder über Nacht einwirken lassen oder nach etwa zwei Stunden gründlich auswaschen. In der Regel reichen ein bis zwei Waschgänge mit einem milden Shampoo völlig aus. Musst du häufiger shampoonieren, hast du vermutlich zu viel Öl verwendet – reduziere beim nächsten Mal einfach die Menge. So bleibt deine Kopfhaut gepflegt, beruhigt und langfristig im Gleichgewicht.
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Haaröl in nasses oder in trockenes Haar?
Im feuchten Haar kann Öl sehr effektiv wirken. Die Haarfaser ist nach dem Waschen leicht gequollen, wodurch sich die Schuppenschicht minimal öffnet und pflegende Lipide schneller aufgenommen werden. So dringt das Öl gleichmäßiger ein, vermindert Feuchtigkeitsverlust und schützt die Haarlängen vor Reibung und Frizz. Gleichzeitig lässt es sich im nassen Zustand viel besser verteilen, ohne zu beschweren.
Im trockenen Haar dient Öl vor allem als Finish. Es legt sich wie ein glättender Film über die Haaroberfläche und verleiht sofort einen seidigen, glänzenden Look. Ideal für fliegende Haare, matte Spitzen oder ein poliertes Styling, das dennoch natürlich bleibt.
Was sind die Vorteile der Anwendung von Haaröl auf getrocknetem Haar?
Haaröl auf trockenem Haar wirkt sofort und genau das macht es so wertvoll für das tägliche Finish. Im trockenen Zustand hat Öl eine adstringierende Wirkung auf die Haaroberfläche. Die Schuppenschicht der Cuticula zieht sich leicht zusammen und legt sich glatter an. Dadurch wirkt das Haar geschlossener, reflektiert Licht besser und kann seinen natürlichen, gesunden Glanz zeigen.
Viele Haaröle enthalten außerdem lichtreflektierende Lipide oder Silikone, die wie ein ultrafeiner Glanzfilter wirken. Sie sorgen dafür, dass die Oberfläche spiegelglatt aussieht – ohne fettig zu wirken, wenn du die Menge gut dosierst. Selbst bei einer leicht geschädigten oder angegriffenen Schuppenschicht kann ein hochwertiges Öl das Haar optisch aufpolieren und den Haarlängen wieder ein gepflegtes, seidiges Erscheinungsbild geben.
Auf getrocknetem Haar lässt sich Öl präzise anwenden. Du kannst gezielt matte, strohige Spitzen oder fliegende Haare bändigen. Dadurch eignet es sich perfekt für den Alltag, für zwischendurch oder als letzter Schritt im Styling.

Wende ich Haaröl vor oder nach dem Föhnen an?
Beides ist sinnvoll – nur mit unterschiedlichen Ergebnissen. Vor dem Föhnen, also im feuchten Haar, wird das Öl sehr gut aufgenommen. Es umschließt die Haarfaser, schützt sie vor dem Austrocknen und sorgt dafür, dass die Wärme gleichmäßig verteilt wird. So bleibt dein Haar geschmeidiger und widerstandsfähiger gegenüber Hitze. Nach dem Föhnen verleihen Haaröle deinem Haarstyling ein glänzendes, seidiges Finish und wirkt wie ein natürlicher Frizz-Schutz. Gerade bei feuchter Luft schützt und pflegt es die Haarlängen, glättet die Oberfläche und bewahrt den Style länger. Beide Methoden ergänzen sich perfekt für ein rundum gepflegtes Ergebnis.
Wie oft sollte man Haaröl anwenden?
Die Häufigkeit hängt von deinem Haartyp ab. Bei trockenem Haar kannst du Haaröl nach jeder Wäsche verwenden. Wirkt dein Haar jedoch strähnig, war die Pflege zu reichhaltig. Dann solltest du lieber eine Pause einlegen und das Öl nur noch bei jeder zweiten Haarwäsche anwenden. So bleibt die Balance erhalten.
Kann ich Haaröl über Nacht einwirken lassen?
Ja, du kannst Haaröl problemlos über Nacht einwirken lassen. Anders als eine Haarmaske wirkt Öl adstringierend, wodurch die Cuticula nicht offensteht, sondern glatt anliegt. Dadurch bleibt das Haar geschützt, wird nicht anfälliger und kann die Lipide über mehrere Stunden besonders effektiv aufnehmen.

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