Locken definieren
4 Tipps für geschmeidige Naturlocken

Themen des Artikels
Naturlocken haben ihren ganz eigenen Charakter
Locken unter der Dusche entwirren statt trocken durchbürsten
Locken möglichst schonend trocknen
Die Locken über Nacht vor Reibung schützen
Die Haarwäsche auf die Bedürfnisse deiner Locken abstimmen
Die passende Lockenpflege für deine Locken zählt
Veröffentlicht
14.07.2026
Lesezeit
4 min.
Autorin
Sydney Heine
Naturlocken haben ihren ganz eigenen Charakter
Glaub mir, ich weiß wovon ich spreche. Jede Locke ist anders, manchmal sogar auf einem einzigen Kopf. Bei mir selbst sind es zum Beispiel gleich drei verschiedene Lockentypen, also ja … ich fühle deine vermeintlich aussichtslose Situation komplett. Aber genau das macht Locken auch so besonders. Damit sie ihre Sprungkraft behalten, schön definiert aussehen und sich richtig weich anfühlen, brauchen sie einfach eine Pflege- und Stylingroutine, die wirklich zu ihnen passt. Doch mit den richtigen Produkten und einer passenden Haarroutine kannst du deine Locken richtig gut unterstützen. Ich gebe dir jetzt meine liebsten Tipps, die meine Lockenpflege komplett verändert haben.
Locken unter der Dusche entwirren statt trocken durchbürsten
Trockenes Bürsten ist bei Locken einfach ein No-Go. Dadurch zerstörst du die natürliche Bündelung und bekommst sofort Frizz. Vor allem trockenes oder strapaziertes lockiges Haar leidet darunter sehr.
Entwirre deine Locken am besten im feuchten oder nassen Zustand direkt unter der Dusche. Nimm dafür gerne deine Finger, einen grobzinkigen Kamm oder eine gute Entwirrbürste mit flexiblen Borsten. Ganz wichtig ist dabei, dass du dich immer von den Spitzen nach oben vorarbeitest und nicht direkt am Ansatz anfängst.
Ein Rinse-out Conditioner oder Leave-in Conditioner mit niedrigem pH-Wert hilft dir beim Entwirren sehr, weil die Bürste so viel besser durch dein Haar gleitet. Auch hartnäckige Knoten lassen sich viel leichter lösen, deine Locken bekommen gleichzeitig eine glattere Haaroberfläche (Cuticula) mit Glanz und die gewünschte Haarbündelung.
Und bitte habe beim Kämmen immer Geduld, auch wenn die Arme irgendwann schwer werden. Ziehe niemals ruckartig an Knoten, sondern ziehe die einzelnen Haarfasern vorsichtig nach oben aus dem Knoten und löse Strähne für Strähne. Deine Locken werden es dir mit weniger Haarbruch und schönerer Definition danken.
CONDITIONER für Naturlocken
Locken möglichst schonend trocknen
Föhnen ist in der Locken-Community immer ein hitziges Thema. Denn zu viel Hitze beim föhnen entzieht der Haarstruktur zu viel Feuchtigkeit, schädigt die Proteine und lässt die Haare schnell frizzig werden. Aber auch ein starker Luftstrom kann die nassen Locken auseinanderwirbeln.
Im Sommer kannst du deine lockigen Haare nach dem Stylen mit den richtigen Stylingprodukten einfach an der Luft trocknen lassen. Um überschüssiges Wasser loszuwerden, kannst du am besten ein Mikrofaserhandtuch oder einen weichen Turban verwenden. Und bitte niemals die Locken dabei rubbeln – das zerstört einfach nur die definierte Locke. Stattdessen drücke oder knete das Wasser lieber sanft heraus.
Im Winter solltest du unbedingt einen Haartrockner mit Diffusor verwenden. Stelle den Haartrockner auf niedrige bis mittlere Hitze und wenig Luft. Der Diffusor verteilt die Luft viel gleichmäßiger und hilft, die Lockenform zu behalten.
Für extra Definition kannst du die Locken kopfüber in den Diffusor legen und leicht anheben. Und ganz wichtig ist es, während des Trocknungsprozesses die Locken möglichst wenig anzufassen, sonst zerfallen die Lockenbündel recht schnell.
Die Locken über Nacht vor Reibung schützen
Was viele komplett unterschätzen, ist die Routine vor dem Schlafengehen, denn auch nachts werden deine Locken ganz schön beansprucht. Du bewegst dich sehr wahrscheinlich im Schlaf, die Haare reiben dann am Kissen und schon hast du am nächsten Morgen Frizz und Knoten.
Ein Kissenbezug aus Satin, natürlicher Seide oder einem anderen glatten Material ist für Lockenköpfe sehr empfehlenswert. Durch die glatte Struktur entsteht weniger Reibung und deine Locken bleiben viel besser in Form und Definition.
Wenn du längere Haare hast, binde sie locker oben auf dem Kopf zusammen. Nimm dafür ein weiches Scrunchie und mache es nicht zu fest, damit keine Abdrücke entstehen.
Alternativ kannst du deine Locken mit einer Schlafhaube oder einem weichen Tuch schützen – das funktioniert auch für kurze Haare sehr gut.
💡 Oder, was ich immer mache: Lege deine Haare über das Kopfkissen, sodass nur noch im Nackenbereich Reibung entsteht. So liegst du nicht direkt auf den Längen und schützt besonders die ohnehin schon beanspruchten äußeren Haare.

Die Haarwäsche auf die Bedürfnisse deiner Locken abstimmen
Locken musst du viel seltener waschen als glattes Haar. Weil sich der Talg schlechter verteilt, wirkt der Ansatz oft gar nicht so fettig. Das ist auch gut so, denn zu häufiges Waschen trocknet die Längen eher noch mehr aus.
Wie oft du sie wäschst, hängt aber stark von deiner Kopfhaut und deinem Lockentyp ab. Höre dabei einfach auf dein Gefühl.
Verwende am besten ein mildes und sulfatfreies Shampoo und konzentriere dich beim Waschen auf den Ansatz. Massiere das Shampoo sanft mit den Fingerspitzen ein und beim Ausspülen wird der Rest der Haare automatisch mitgereinigt.
Einmal im Monat kann auch ein Deep-Cleansing-Shampoo verwendet werden, denn einige Lockenprodukte können sehr schwer und hartnäckig zu entfernen sein. Da reicht ein sanftes Shampoo teilweise nicht aus.
Ein sehr guter Conditioner, egal ob rinse-out oder leave-in, mit niedrigem pH-Wert ist bei Locken Pflicht. Er macht die Haare durch das Schließen der Cuticula geschmeidig, verleiht natürlichen Glanz, verbessert die Kämmbarkeit und hilft dir beim Entwirren.
Je nachdem, wie beansprucht dein Haar ist oder wie viel intensive Pflege es benötigt, kannst du auch bei jeder vierten bis fünften Haarwäsche ein feuchtigkeitsspendendes Organic Moisture Treatment oder einen Organic Reconstructor für mehr Proteine einbauen. Haarprodukte mit Proteinen wie Keratin oder auch natürlichen Ölen können die Erhaltung der Haarvitalität unterstützen. Die richtige Balance ist hier entscheidend, denn Feuchtigkeit sorgt für weiche Locken, während Proteine die Sprungkraft und Volumen bei welligen oder ausgehangenen Locken stärken.
💡 Noch ein kleiner Profi-Tipp: Spüle alles mit kaltem bis lauwarmem Wasser aus, denn zu heißes Wasser zerstört die natürliche Lipidschicht der Haare und der Kopfhaut und trocknet sie langfristig aus.
Stylingprodukte für Locken
Die passende Lockenpflege für deine Locken zählt
Jede Locke ist anders! Feine Wellen brauchen oft leichtere Produkte, während kräftige oder poröse Locken mehr und reichhaltigere Pflege vertragen. Beobachte einfach immer, wie dein Haar reagiert und wie es sich anfühlt und aussieht. Eine gute Routine muss nicht kompliziert sein.
💡 Und ganz wichtig: Gib deinen Locken Zeit. Neue Lockenroutinen brauchen etwas, bis man wirklich erkennen kann, ob sie funktionieren.

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